14. Fahrt

16.-18. November 2023


Vier Fahrzeuge beladen

Zum ersten Mal konnten alle vier Fahrzeuge bereits einen Tag vor der Fahrt beladen werden. Die ersten beiden Kastenwagen haben Antonia und Leonie bereits am Vormittag gefüllt. Am Nachmittag stiessen Benno und Severin mit zwei weiteren Fahrzeugen hinzu. Bennos Bus musste zuerst ausgeladen werden - hatte er doch unterwegs noch mehrere 100 kg an Material abgeholt, welches erst noch gewogen und beschriftet wird - bevor er für den Transport beladen werden konnte.


Los geht's!

 

Am Donnerstagnachmittag hat sich eine achtköpfige Crew mit den vier Fahrzeugen - beladen mit insgesammt rund 4.3 Tonnen Hilfsgütern und über 1'350 kleinen Weihnachtsgeschenken - auf den Weg Richtung Osten gemacht. Mit dabei waren diesmal (v.l.): Severin, Rino, Roland, Antonia, Rita, Roland, N. und Hans.


Nachtessen im Trockenen

Nach einem mehrheitlich trockenen Start setzte gegen Abend starker Regen ein. Da Roland eine überdachten Tankstelle als Essplatz auserkor, konnte das mitgebrachte Nachtessen dann glücklicherweise doch im Trockenen gegessen werden.


Fahrt durch eine regenreiche Nacht

Infolge schlechten Wetters fielen die nächtlichen Pausen diesmal etwas seltener und kürzer aus. Unsere Fahrercrew erreichte deshalb bereits am Morgen um 5 Uhr Budapest und hatte einmal mehr grosses Glück: Nachdem es die ganze Nacht stark geregnet hatte, gab es genau zum Zeitpunkt der Morgenpause eine trockene Phase und das Team konnte die traumhafte Aussicht auf Budapest geniessen.


Treffen in Ungarn

Nicht nur die Morgenpause fand früher statt, unsere Crew kam auch bereits um 9.45 Uhr am Umlade-Treffpunkt im Osten Ungarns an. Hier traf sie auf die ukrainische Crew, die diesmal aus Pavlo, Sergiy, Roman, Viktor und Sergiys Sohn Daniel bestand. 
Damit die Güter trotz Regen nicht nass wurden, fand das Umladen in einer Halle statt. Diesmal stimmte die Anzahl und Grösse der Fahrzeuge ziemlich gut überein, so dass - zum allerersten Mal! - die Güter 1:1 von einem schweizer Fahrzeug in ein ukrainisches Umgeladen werden konnten und nicht auf verschiedene Fahrzeuge umverteilt werden mussten. Entsprechend schnell ging das Umladen und bereits nach rund einer Stunde war diese Arbeit erledigt.


Auf eine gemeinsame Kaffeepause musste diesmal leider verzichtet werden. Ivan S., welcher unsere Güter sonst immer entgegen nimmt, hat diesmal zum ersten Mal keine Ausreisepapiere aus der Ukraine gekriegt und konnte leider nicht dabei sein. Glücklicherweise konnte Pavlo relativ kurzfristig für ihn einspringen - musste jedoch anfangs Nachmittag wieder in der Ukraine sein, so dass es diesmal ein bisschen schneller gehen musste.

 



Material bereits in der Ukraine

Um 14 Uhr erreichten uns bereits die Nachricht, dass die Ukrainer die Grenze diesmal im Rekordtempo (1h) überqueren konnten und das Material bereits im Lager in Uschhorod angekommen ist. Von hier aus wird es in den nächsten Tagen und Wochen in der ganzen Ukraine verteilt. 

Unser Fahrerteam erreichte um 15 Uhr ihre Unterkunft in Miskolc und hatte so mehr Erholungszeit als sonst.


1'250 km und ein Stopp auf dem Pannenstreifen

Am Samstagmorgen um 8. 15 Uhr fuhr unsere Crew - in den neuen, bunten Socken aus der Ukraine :-) - von Miskolc aus los. Vor ihnen lag eine Tagesetappe von rund 1'250 km. 

Kurz nach dem Abfahren bemerkten die Fahrer eines Autos, dass sich ein Teil an der Unterseite ihres Autos gelockert hatte. Sofort wurde auf dem Pannenstreifen angehalten und - mit Pannendreieck und Leuchtweste ausgerüstet - nachgesehen, was los ist. Vor Ort konnte das Teil nur ungenügend befestigt werden und so fuhr das Team von der Autobahn, wo ein neuer Versuch gestartet wurde. Da auch dieser nicht zielführend war, fuhr der Konvoi zu einem naheliegenden Werkhof, wo das Fahrzeug behelfsmässig aufgebockt werden konnte. Rino hatte natürlich - wie sich das für ein richtiger schweizer Bub gehört :-) - ein Sackmesser dabei. Auch Kabelbinder gehören glücklicherweise zu seiner Grundausrüstung. So gut ausgerüstet konnte Hans das lockere Teil gut befestigen, so dass es auf der restlichen Rückfahrt keine weiteren Zwischenfälle gab. Das ganze Intermezzo dauerte gut 1.5 Stunden und war der Grund, wieso unsere Crew diesmal etwas später nach Hause kam.


Zurück in der Schweiz

Nach dieser langen Rückfahrt waren am Sonntagmorgen um 2 Uhr endlich alle unsere Crewmitglieder wieder zu Hause. 

Unsere nächsten beiden Fahrten finden im Januar und im März statt.